Freitag, 8. November 2019, 10-17 Uhr

10 Jahre Museumsschloss Schönhausen - 10 Jahre Förderverein Schloss & Garten Schönhausen e.V.




Sonnabend, 9. November 2019

TAG DER OFFENEN TÜR IM SCHLOSS SCHÖNHAUSEN

Dreifachjubiläum im Schloss Schönhausen


In diesem Jahr feiert das Schloss Schönhausen gleich drei Jubiläen:
Im Dezember 2009 öffnete das Schloss nach langjähriger Sanierung für die Besucherinnen und Besucher.
Kurz zuvor – am 8. November 2009 – wurde der Förderverein Schloss und Garten Schönhausen e.V. gegründet.
Und nicht zuletzt stand das Schloss auch im Zusammenhang mit der Öffnung der Berliner Mauer am 9. November 1989 im Blickpunkt der Öffentlichkeit.

Diese Jubiläen nehmen wir zum Anlass, um uns am 9. November 2019 bei den Pankowerinnen und Pankowern und allen Gästen mit einem „Tag der offenen Tür“ für die vergangenen 10 Jahre zu bedanken. Das Haus ist bei freiem Eintritt geöffnet, regelmäßige Kurzführungen informieren zur Geschichte der preußischen Königin Elisabeth Christine und zur Nutzung des Schlosses als Staatsgästehaus des Ministerrates der DDR.
Im Rahmen dieses Tages erwarten wir zudem den 200.000 Besucher des Schlosses seit der Öffnung.

Am Vormittag können die Besucher im Schloss im Rahmen eines Projektes zum Europäischen Kulturerbejahr Sauerteig für eigenes Brot herstellen, und sich dabei das „akustische Diorama“ der Berliner Hörspielkünstler von „serotonin“ erläutern lassen.

Um 16 Uhr zeigt das Marionettentheater Kaleidoskop von Vera Pachale das Märchen „Lewins Ziegenkauf“ für Kinder ab 4 Jahren.

Als große Besonderheit bietet sich an diesem Tag auch die Möglichkeit, um 11 und um 13 Uhr den historischen Konferenzsaal der Schlossanlage zu besichtigen, der Teil der Bundesakademie für Sicherheitspolitik ist. Ein kleiner Vortrag führt die Besucher jeweils in die Geschichte des Ortes und der Akademie ein. Als letzter Staatsgast der DDR warb Michail Gorbatschow im Oktober 1989 hier für „Glasnost“ und „Perestroika“; vom Dezember bis zum März 1990 war der Saal Ort für den „zentralen Runden Tisch der DDR“ und im Sommer 1990 trafen sich die Außenminister der 2plus4 Verhandlungen zur Deutschen Einheit. Auch hier ist der Eintritt frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.



Sonnabend, 9. November 2019, 16 Uhr

Lewins Ziegenkauf

Ein lustiges jüdisches Märchen - Puppentheater für Familien mit Kindern ab 4


Die Puppenspielerinnen Vera Pachale, Angelica Bennert und ihre zehn Miniaturfiguren spielen ein Märchen über eine Ziege, die keine ist, und davon, wie sich Klugheit und Narrheit gleichen können. Das jüdische Märchen wurde mündlich überliefert aus dem jüdischen Schilda – der russischen Stadt Chelm.

Der Lehrer aus Chelm (fast alles wissend) soll eine Ziege für seine kranke Frau kaufen. Nachdem er eine gute Milchziege ersteht, kehrt er ins Wirtshaus ein, wo der Wirt die Ziege heimlich gegen einen Ziegenbock vertauscht. Der ahnungslose Lehrer bringt den Bock seiner Frau, die außer sich gerät. Da der Lehrer den Viehhändler für einen Betrüger hält, will er den Bock reklamieren. Auf dem Weg in die Nachbarstadt kehrt er wieder ins Wirtshaus ein und erzählt alles dem Wirt, der den Bock listigerweise wieder umtauscht, sodass sich der Lehrer beim Viehhändler blamiert. Da er einen Beweis für den Kauf einer Ziege verlangt, händigt ihm der Rabbi, der alles beobachtet hatte, ein Zertifikat aus. Als der Lehrer abermals auf dem Rückweg war, wurde die Ziege wieder gegen den Bock umgetauscht, so dass er jetzt einen Bock mit Ziegenpass hatte. Seine Frau schickte ihn zum Richter. Tja, Ende gut alles gut. Der Bock blieb beim Lehrer, denn niemand war schuldig. Das war ein Grund, ein Fest zu feiern. Und wenn Ihr Lust habt, dann tanzt alle mit! Es scheint nämlich so, dass sich jede Ziege, die nach Chelm kommt, in einen Bock verwandelt.


Info: SPSG



DIE AUSSTELLUNG WURDE VERLÄNGERT! 

Zerstörte Vielfalt im Nationalsozialismus

„Entartete Kunst“ im zentralen Depot Schloss Schönhausen

 

Wer an das Schloss Schönhausen in Pankow denkt, der mag dabei die preußische Königin Elisabeth Christine im Sinn haben oder die Zeit des Schlosses als Gästehaus der DDR-Regierung. Weniger bekannt dagegen ist bisher noch seine Nutzung als Depot für „Entartete Kunst“ in der NS-Zeit. Ein Festakt am 10. Mai 2019 war der Auftakt für eine Ausstellung, die dieses Thema zum ersten Mal umfassend für ein großes Publikum aufarbeitet.

 

Angetrieben von der Wahnvorstellung einer „rein deutschen“ und antimodernen Kultur, diffamierte das NS-Regime Kunstwerke, die mit der Ideologie des Nationalsozialismus nicht vereinbar schienen, schlichtweg als „entartet“. Sie wurden aus den Museen entfernt, oft zerstört oder zum Verkauf in Depots verbracht. Als zentrales Depot diente das Schloss Schönhausen in Berlin-Pankow. Ab 1938 lagerte hier die wahrscheinlich größte und bedeutendste Ansammlung von Kunst des frühen 20. Jahrhunderts, die es je gab.

 

In der nun im Schloss zu besichtigenden, selbständig erarbeiteten Ausstellung setzen sich Schülerinnen und Schüler des Berliner Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasiums intensiv mit den historischen und künstlerischen Aspekten dieses dunklen Kapitels der Schlossgeschichte auseinander.

 

Die Ausstellung wird unterstützt durch den Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung, die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, den Förderverein Schloss & Garten Schönhausen e.V. und das Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasium. Sie ist bis auf weiteres zu sehen, jeweils donnerstags 15.30-17 Uhr, sonnabends und sonntags 10-17.30 Uhr.




Sonnabend, 16. November 2019, 16 Uhr

Drosselbarts Story

Märchen für Erwachsene fortgeschrieben


Helga Koren hat die „wahre Geschichte“ des oft veränderten Märchens König Drosselbart für Erwachsene aufgeschrieben und trägt sie mit musikalischer Begleitung von Silvia Jacobs (Gitarre, Gesang) und Waltraut Schwarze (Blockflöte) vor.


Info: SPSG




Sonntag, 24. November 2019, 11 Uhr

Die Geschichte der Panke

Kulturhistorische Bilderreise mit Sören Marotz


In einer Bilderreise mit historischen und heutigen Fotografien entlang der Panke zeichnet der Historiker Sören Marotz deren Weg von der „Quelle“ bei Bernau bis zur (alten) Mündung in die Spree nach. Ursprünglich als mäandrierender, sandgeprägter Tieflandsbach im Nachklang der letzten Eiszeit entstanden, ist die Panke neben der Spree und der Havel das drittgrößte natürliche Fließgewässer Berlins. Noch bis in die 20er Jahre des vorigen Jahrhunderts wurde in der Panke gebadet. Seit knapp 150 Jahren aber wurde der Bach in Verlauf, Wasserqualität und Ufergestaltung stark überformt. Stück für Stück ist die Panke zu einem begradigten, verschütteten und verschmutzten Problemgewässer geworden, mit Einleitungen der Industrie und der Rieselfelder. Wie hat sich die Panke, die dem Berliner Stadtbezirk Pankow ihren Namen gab, im Laufe des letzten Jahrhunderts verändert und wie sieht der heutige ökologische Umbau aus?


Info: SPSG




Freitag, 29. November 2019, 20 Uhr

Gott wohnt im Wedding

Lesung mit Regina Scheer


Ein Haus. Ein Jahrhundert. So viele Lebensgeschichten.

Alle sind sie untereinander und schicksalhaft mit dem ehemals roten Wedding verbunden, diesem ärmlichen Stadtteil in Berlin. Mit dem heruntergekommenen Haus dort in der Utrechter Straße. Leo, der nach 70 Jahren aus Israel nach Deutschland zurückkehrt, obwohl er das eigentlich nie wollte. Seine Enkelin Nira, die Amir liebt, der in Berlin einen Falafel-Imbiss eröffnet hat. Laila, die gar nicht weiß, dass ihre Sinti-Familie hier einst gewohnt hat. Und schließlich die alte Gertrud, die Leo und seinen Freund Manfred 1944 in ihrem Versteck auf dem Dachboden entdeckt, aber nicht verraten hat.

Regina Scheer, die großartige Erzählerin deutscher Geschichte, hat die Leben ihrer Protagonisten zu einem literarischen Epos verwoben voller Wahrhaftigkeit und menschlicher Wärme.

In Kooperation mit dem Buchlokal Pankow


Info: SPSG




Sonntag, 8. Dezember 2019, 11 Uhr

Baubezogene Kunst in der DDR

Vortrag mit Sören Marotz und Martin Maleschka


Zusammen mit dem Pankower Historiker Sören Marotz stellt der Cottbusser Architekt Martin Maleschka seine Bild-Dokumentation von baubezogener Kunst der DDR vor. Der Vortrag informiert aber auch über die baubezogene Kunst rund um das Schloss Schönhausen sowie das angrenzende Appartementhaus.


Info: SPSG




Sonntag, 8. Dezember 2019, 16 Uhr

Dornröschen

Zauberhaftes Spiel mit Miniaturmarionetten für Kinder ab 3


Nach langer Zeit bekommt das Königspaar das ersehnte Kind. Zur Taufe werden alle Patentanten eingeladen. Fast alle! Denn eine wird vergessen. Sie rächt sich durch einen bösen Wunsch, der aber in einen 100-jährigen Schlaf verwandelt wird. Erst als die hundert Jahre um sind, küsst ein Prinz das schlafende Dornröschen wach.

Das Märchen der Gebrüder Grimm wird für Kinder ab 3 Jahren und ihre Familien als Marionettentheater aufgeführt von Vera Pachale und ihrem Theater Kaleidoskop.


Info: SPSG




Sonntag, 15. Dezember 2019, 11 Uhr

"Die Zuneigung ist etwas rätselvolles." Emelie und Theodor Fontane - eine Ehe in Briefen

Lesung mit den Schauspielern Inga Bruderek und Harald Polzin


Theodor und Emilie Fontane führten eine außergewöhnliche Künstlerehe. 50 Jahre gingen die Eheleute durch Höhen und Tiefen. Bedingt durch dienstliche und schriftstellerische Verpflichtungen, aber auch durch eine extrem angespannte wirtschaftliche Lage der Familie, waren sie auch immer wieder für längere Zeit getrennt. Jene Phasen überbrückten sie, indem sie sich Briefe schickten.

Ihre Korrespondenz spiegelt wieder, wie sie sich immer wieder gegenseitig Mut und Kraft geben. Emilie ist Kritikerin und Ratgeberin, schreibt Theodors Manuskripte ab. Er seinerseits versucht, aus der Ferne ihre körperlichen und seelischen Leiden mit gutgemeinten Ratschlägen zu mildern:
„Du bedarfst der Ruhe, nicht bloß in diesem Augenblick, sondern überhaupt. Du mußt versuchen, Dein Leben etwas bequemer einzurichten und mußt Dir namentlich häufiger kleine Erholungen gönnen..... Heiterkeit, gute Pflege und change of air – das ist es, womit ich mich verpflichte, Dich jederzeit wieder zu kurieren.“

Inga Bruderek und Harald Polzin lesen an diesem Abend aus der Korrespondenz der Eheleute, die Überraschendes und Schmerzliches, Schönes und Tieftrauriges enthält. Sie zeichnet das Bild eines gleichberechtigten Paares und Emilie stellt am Ende fest: „Es war doch ein schönes Leben mit ihm, und ich würde gleich noch einmal beginnen“.


Info: SPSG




Sonntag, 15. Dezember 2019, 16 Uhr

Die Schöne und das Tier

Romantisches Marionettenspiel für Kinder ab 3 Jahren


Was wäre unser Leben wert ohne Liebe und Freundschaft? Schon für die Kleinen ist es wichtig hinter die Fassade zu schauen, um die inneren Werte zu erkennen.

Marionettenspiel mit Vera Pachale nach dem französischen Märchen „La Belle et la Bête” und Musik von Madame Leprince de Beaumont.


Info: SPSG




Sonntag, 22. Dezember 2019, 11 Uhr

Weihnachtskonzert für Kinder

mit dem Duo ›con emozione‹


Seit vielen Jahren begeistert das Duo ›con emozione‹ sein junges Publikum auf Schloss Molsdorf mit Advent-, Winter- und Weihnachtsliedern. In diesem Jahr sind Norbert Fietzke (Piano) und Liane Fietzke (Sopran und Moderation) auch in Berlin mit diesem Programm zu Gast. Neben der Musik kommen auch Geschichten zur Weihnachtszeit aus dem mittlerweile sehr großen Repertoire an Weihnachtsbüchern der Künstler zu Gehör.

Die Künstler
Liane Fietzke wird vom Publikum und von der Fachpresse als ausdrucksvolle Sopranistin mit einer besonders reinen und klaren Sopranstimme gelobt. Mit der ihr eigenen mitreißenden Frische und Fröhlichkeit führt sie durch das Programm. Ihre Ausbildung erhielt Liane Fietzke an der Musikhochschule Leipzig. Weitere Studien führten sie nach Köln, Weimar und in das Havelland.

Norbert Fietzke genießt den Ruf eines vorzüglichen Begleiters. Der Absolvent der Musikhochschule Leipzig ist als Komponist u. a. für Film, Funk und Fernsehen, Arrangeur und Lehrer für das Unterrichtsfach Klavier tätig.


Info: SPSG




Sonntag, 22. Dezember 2019, 16 Uhr

Romantisches Weihnachtskonzert

mit dem Duo ›con emozione‹


Zum Jahresabschluss versetzen Liane Fietzke (Gesang und Moderation) und Norbert Fietzke (Piano) das Schloss mit romantischen Liedern und Arien in weihnachtliche Stimmung.
Zu Gehör kommen bekannte und unbekannte Winter-, Advents- und Weihnachtslieder aus verschiedenen Jahrhunderten – von Komponisten wie Luther, Händel, Mozart und Reichardt, und von Norbert Fietzke vertonte Texte von Goethe, von Eichendorff, Fontane, Groth u.a.

Die Künstler
Liane Fietzke wird vom Publikum und von der Fachpresse als ausdrucksvolle Sopranistin mit einer besonders reinen und klaren Sopranstimme gelobt. Mit der ihr eigenen mitreißenden Frische und Fröhlichkeit führt sie durch das Programm. Ihre Ausbildung erhielt Liane Fietzke an der Musikhochschule Leipzig. Weitere Studien führten sie nach Köln, Weimar und in das Havelland.

Norbert Fietzke genießt den Ruf eines vorzüglichen Begleiters. Der Absolvent der Musikhochschule Leipzig ist als Komponist u. a. für Film, Funk und Fernsehen, Arrangeur und Lehrer für das Unterrichtsfach Klavier tätig.


Info: SPSG





 

Der Inhalt sämtlicher Ankündigungen wird vom jeweiligen Veranstalter direkt übernommen. Selbstverständlich bemühen auch wir uns dabei um vollkommene Fehlerlosigkeit. Eine Haftung für die hier gemachten Angaben übernehmen wir aber trotzdem nicht.

Einer der frisch restaurierten Spiegelrahmen im Gartensaal. Noch sind die Ergänzungen ohne farbliche Fassung.